Hartes Wasser.
| Symptome |
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-
Für eine optimales Waschergebnis muss viel
Waschpulver eingesetzt werden. - Bei Zugabe von
Seifen entsteht nur ein grauer Schleim, keine
Schaumbildung.
- Gläser
und Fenster bleiben nach der Wäsche stumpf und
matt.
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Ablagerungen unter dem Füllbereich in der Wanne
oder Waschbecken.
-
Heißwassergeräte und Rohre verkalken.
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| Ursachen |
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- Erhöhter
Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen im Wasser. |
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Wenn saures Regenwasser bei der
Versickerung in den Boden auf kalkhaltige Mineralien
(z.B. Gips) trifft, so werden Calcium- und Magnesiumsalze
aus den Gesteinen herausgelöst und verbleiben im Wasser.
Je höher die Konzentration der beiden Stoffe ist, desto
härter ist das Wasser.
Die offizielle Einheit der
Wasserhärte wird in mmol/l (Millimol pro Liter) Calcium
und Magnesium angegeben. Daneben gibt es die Einheit
"°dH = Grad deutscher Härte". Die
Waschmittelindustrie gibt die Wasserhärte in 4 Bereiche
an.
Härtebereiche
des Wassers:
| mmol/l |
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°
dH |
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Härtebereich |
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| 1,3 |
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0 - 7,3 |
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1 |
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weich |
| 1,3 - 2,5 |
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7,3 - 14 |
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2 |
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mittelhart |
| 2,5 - 3,8 |
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14 - 21,3 |
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3 |
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hart |
| 3,8 - |
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21,3 - |
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4 |
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sehr hart |
Sicherlich ist ein
erhöhter Gehalt an Calcium- und Magnesium im Wasser für
Heißwassergeräte schädlich. Ein kalkarmes Wasser
schmeckt aber fade.
Um einer Verkalkung von
Heißwassergeräten zu minimieren sollte man die
Heiztemperatur unter 60 °C einstellen, da es unter
diesem Temperaturbereich nicht zu einer erhöhten
Kalkausfällung kommt.
Ein sehr kalkarmes Wasser ist
meistens aggressiv, da der Kalk die im Wasser vorhandene
natürliche Kohlensäure abpuffert (neutralisiert). Ist
kein Kalk im Wasser, so kann die Kohlensäure metallische
Werkstoffe angreifen.
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| Entfernung |
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Calcium- und
Magnesiumionen lassen sich durch Ionentausch oder
Umkehrosmose entfernen oder reduzieren. |
Ionentauscheranlagen
Die
Reaktionsbehälter der Ionentauscher sind mit einem Harz
gefüllt. Das Harz besteht aus kleinen Kügelchen die
synthetisch hergestellt werden. Die Größe der Kugeln
liegt bei ca. 1-3 Millimeter.
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Vergrößerung mehrere
Ionentauschkügelchen. |
Die Kügelchen haben ein festes
Grundgerüst welches Matrix genannt wird. An der
Kugeloberfläche befinden sich Ankerplätze, an denen
Natriumionen locker gebunden sind.
Strömt nun das harte Wasser an den
Ionentauscherkugeln vorbei, so lagern sich die Calcium-
und Magnesiumionen an den Ankerplätzen der Natriumionen
an. Für ein Calcium- oder Magnesiumion gehen zwei
Natriumionen in Lösung. Dies kommt durch die
unterschiedliche Ladung der Ionen. Calcium- und
Magnesiumionen haben eine zweifach positive Ladung,
während Natriumionen nur einfach positiv sind.
Sind alle Ankerplätze vollkommen
durch die Härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen
belegt, so muss das Tauscherharz regeneriert werden.
Für die
Regeneration wird Natriumchlorid (Kochsalz) verwendet,
welches meist in Tablettenform im Regenerationsbehälter
vorhanden ist. Bei einer Zweitankanlage kann bei der
Regeneration ein Behälter weiter in Betrieb bleiben,
während der andere Behälter regeneriert wird. Bei einer
Eintankanlage muss die Wasserversorgung für die Zeit der
Regeneration unterbrochen werden.
Bei der Regeneration wird eine
starke Lösung von Kochsalz durch die Tauscheranlage
gepumpt. Die Calcium- und Magnesiumionen werden von den
Ankerplätzen getrennt und wieder durch die Natriumionen
der Kochsalzlösung ersetzt. Die entfernten Calcium- und
Magnesiumionen werden in den Abfluss geleitet. Nach der
Regeneration kann die Anlage wieder in Betrieb genommen
werden.
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Umkehrosmose
Ein Behälter wird
durch eine sehr feine Membran in zwei Kammern getrennt.
In der einen Kammer wird destilliertes Wasser gefüllt, in
die andere Kammer eine Kochsalzlösung.
Nach einiger Zeit kann man
folgendes feststellen: Der Wasserstand der mit
Kochsalzlösung gefüllten Kammer steigt, während der
Wasserstand der mit destillierten Kammer fällt. Nach
einiger Zeit bleibt der Wasserstandsunterschied stabil.
Dieser natürliche Prozess der
Konzentrationsausgleichung nennt man Osmose. Die niedrig
konzentrierte Lösung strömt immer zur stärker
konzentrierten Lösung um eine gleich bleibende
Konzentration beider Lösungen zu erreichen. Der
entstehende Höhenunterschied nennt sich osmotischer Druck.
Eine Lösung mit 20.000 mg/l
Kochsalz erzeugt einen Höhenunterschied von 300 Metern
(=30 bar). Wenn die Lösung nur 200 mg/l Kochsalz
enthält wird nur ein Höhenunterschied von 3 Metern
erzeugt (=0,3 bar.) Der osmotische Druck wird also durch
den Konzentrationsunterschied hervorgerufen.
Wird nun die Kammer mit der höher
konzentrierten Lösung mit einem Druck beaufschlagt der
höher wie der osmotische Druck ist, so findet eine
entgegengesetzte Osmose statt (Umkehrosmose). Mann kann
dies mit einer Art "Filtration" vergleichen.
Nur das das Filter so klein ist, dass keine großen
Moleküle das Filter passieren können.
Um den Prozess
aufrechtzuerhalten, muss permanent das aufzubereitende
Wasser unter Druck in die Umkehrosmoseanlage gepumpt
werden. In der Regel entstehen durch die Umkehrosmose 75%
aufbereitetes Wasser und 25% aufkonzentriertes Permeat
(Abfall), welches abgeleitet werden muss.
Aus physikalischen Gründen kann
nicht alles an Stoffen aus dem Wasser entfernt werden,
was auch nicht immer erwünscht ist. Die folgende Tabelle
zeigt die prozentuale Entfernung verschiedenster Stoffe
mittels Umkehrosmose:
| Bakterien und Viren |
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100% |
| Sulfat |
|
99% |
| Calcium |
|
98% |
| Magnesium |
|
98% |
| Chlorid |
|
96% |
| Nitrat |
|
90% |
Da die Umkehrosmose nicht selektiv
arbeitet (es kann nicht ein bestimmter Stoff entfernt
werden), werden durch die Enthärtung auch Stoffe wie
Sulfat, Bakterien und Viren, Chlorid und Nitrat aus dem
Wasser entfernt oder reduziert.
Um eine größtmögliche
Membranoberfläche zu erreichen, werden die Membranen zu
langen Rollen gewickelt. Im Wasser gelöstes Eisen und
Mangan sollte vor der Aufbereitung entfernt werden, da es
die Membranen zerstört.
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