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Erstellung einer Brunnenstube
Brunnenabschlussbauwerke dienen zum sicheren Abschluß des Brunnens. Sie sollen verhindern, dass Oberflächenwasser in den Brunnen eintritt und das Grundwasser verunreinigt. Außerdem sieht eine Brunnenstube auch toll aus.
     
  Nachdem der Brunnen keine Feinanteile mehr fördert, wird ein ca. 1 Meter tiefes und 1,50 Meter breites Loch um den Brunnen gegraben. Der Untergrund wird mit einer Kiesschicht versehen. Auf dieser Kiesschicht wird dann ein Betonfundament gegossen. Um das Filterrohr wird schon der Brunnenkopf eingesetzt, da dieser im Betonfundament einbetoniert wird. Der Brunnenkopf dient zum sicheren Verschluß des Brunnens und trägt später die Steigleitung an der die Unterwassermotorpumpe angehängt wird.
  Anschließend wird eine ca. 20 cm dicke Betonschicht eingebracht, die in der Mitte mit einer Stahlmatte verstärkt wird. Die Stahlmatte verhindert einen späteren Altersbruch der Betonplatte. Es ist dafür zu sorgen, dass der Brunnenkopf genau lotrecht eingebaut wird bevor der Beton aushärtet.
  Auf diesem Bild sieht man das Brunnenrohr in der Mitte des Brunnenkopfes. In dem Brunnenrohr kann man den Grundwasserstand erkennen.
  Nachdem das Betonfundament ausgehärtet ist, werden 2 Schachtringteile auf das Fundament gestellt. Der untere Teil besteht aus einem Schachtring mit einem Durchmesser von 1,00 Meter und einer Höhe von 0,5 Meter. Auf diesen Schachtring wird ein Betonkonus aufgesetzt der sich nach oben auf 0,6 Meter verjüngt. Nachdem der untere Schachtring auf das Fundament gesetzt wurde, schüttet man etwas Beton außerhalb des Schachtringes. Dies gewährleistet eine dichte Verbindung zwischen Fundament und unterem Schachtring. Ebenso verfährt man mit der Verbindung von Schachtring und Konus.
  Der Abschlußdeckel des Brunnenkopfes enthält eine Belüftungseinrichtung, eine Kabeldurchführung , einen Grundwassermeßstopfen und den Anschluß für die Brunnensteigleitung. Links vom Deckel sieht man die Steigleitung aus Kunststoff, an deren Ende die Unterwassermotorpumpe befestigt wird. Die Leitung sollte so lang sein, dass die Pumpe etwas über dem Filterbereich zu hängen kommt. Ist nicht genügend Wassersäule über dem Filterbereich vorhanden, so wird die Pumpe im Sumpfrohrbereich gehängt. Auf keinen Fall darf die Pumpe im Filterbereich eingebracht werden, da es zu einer erhöhten Fließgeschwindigkeit in einem kurzen Bereich des Filters kommt, und dieser dann verstopft.
  Nachdem die Unterwassermotorpumpe angeschlossen ist, wird das Elektrokabel mit Gummischellen entlang der Steigleitung fixiert. Die Pumpe wird mit einem V4A Edelstahlseil gesichert, welches mit in die Brunnenstube geführt wird und dort befestigt wird. Die Pumpe wird mit der Steigleitung langsam in das Brunnenrohr herabgelassen. Der Deckel des Brunnenkopfes wird dann mit dem Brunnenkopf verschraubt. Die abgehende Wasserleitung wird in etwa zwischen den beiden Betonfertigteilen (Schachtring/Betonkonus) in die Brunnenstube eingeführt und mit einem Winkel an den Anschluß auf dem Brunnenkopfdeckel befestigt. Sinnvollerweise sollte man einen Schieber und eine Entleerung in die Rohrleitung einbauen um die Leitung im Winter zu entleeren.
  Für den Abschluß der Brunnenstube gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste ist ein Betondeckel mit einem Griff. Auf diesem Bild sieht man eine etwas luxuriöse Alternative: Gußdeckel mit Belüftungshaube.

Brunnenstuben als Fertigteile

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Brunnenstube aus Polyethylen mit eingebauten Zubehörteilen (Brunnenkopf, Steigeleiter, Einstiegsdeckel und allen Rohrabgängen)

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Brunnenstube aus Beton mit Belüftungseinrichtung, Einstiegleiter, Abgangsrohrleitung und Einstiegsdeckel