| Wo
finde ich Wasser ? Um den Grundwasserstand
festzustellen gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Unter
Umständen existiert ein bestehender
Brunnen in der Nähe. Fragen Sie doch mal
in der "netten" Nachbarschaft
herum.
- Eine andere
Möglichkeit wäre den örtlichen
Wasserversorger anzurufen. Vielfach haben
diese ein großes Grundwasserpegelnetz,
und vielleicht ist ein Pegel in der
Nähe.
- Einfach
losbohren. Man kann sich einen Erdbohrer
bei einem Werkzeugvermieter leihen und
eine Probebohrung vollziehen. Da man für
einen Bohrbrunnen sowieso eine Bohrung
machen muss, hat man auch nicht vergebens
gebohrt.
Vielfach kam die
Anfrage in welchem Bereich des Gartens man bohren
sollte um an Wasser zu kommen, und ob man einen
Wünschelrutengänger beauftragen sollte, eine
"Wasserader" zu finden. Es gibt
verschiedene Grundwasserausbildungen:
Flachland:
Grundwasser, in
flachen Gebieten, bilden unter der Erde eine Art
See aus, d.h. das Grundwasser hat meist immer den
gleichen Abstand zur Erdoberfläche (eine gerade
Erdoberfläche vorrausgesetzt). Wenn das Wasser
an einer bestimmten Stelle einen Abstand zur
Erdoberfläche hat, so wird sich dieser Abstand
über eine große Fläche nicht wesentlich
verändern. Sicherlich kann es unter der Erde
Verwerfungen geben, die einen gleichmäßigen
Abstand zur Erdoberfläche verhindern, dies ist
aber meist die Außnahme.
Täler und
Gebirge:
In Tälern sieht
die Grundwassersituation anders aus. Hier sollte
man so weit wie möglich im Tal einen Brunnen
rammen, da das Wasser unterirdisch dem Tal
zufließt und an der tiefsten Stelle als Bach
austritt. Vielfach kann es vorkommen, dass der
Bach nicht zu Tage tritt und ebenfalls
unterirdisch abläuft. Meist trifft man bei
Tälern aber auf Festgestein, so dass man einen
Rammbrunnen nicht abteufen kann.
Wasserergibiegkeit
der Böden:
Die
Bodenschichten in den ein Rammfilter reicht (ca.
10 Meter ) ist rund 1 Million Jahre alt, und wird
der Zeit des Quartär zugeordnet. Die
Bodenschichten des Quartär sind Kiese, Sande,
Lehm, Ton, Seeschlick, Torf und Moor.
Die
Bodenschichten sind ähnlich wie in einer Torte
aufgebaut. Zwischen Sand- und Kiesschichten gibt
es immer wieder Zwischenschichten von
wasserstauendem Ton, Lehm oder Schluff. Auf
diesen Schichten bildet das Grundwasser einen
"unterirdischen See" aus. So kann es
verschiedene Grundwasserstockwerke geben, in
denen sich Grundwasser sammelt. Im Laufe der Zeit
sickert das Wasser langsam durch die Ton- und
Lehmschichten in das jeweils darunterliegende
Grundwasserstockwerk.
Ton-,
Lehm oder Schluffböden sind sehr feinkörnig
(0,002mm-0,06mm) und haben dadurch sehr kleine
Porenhohlräume in denen sich kaum Grundwasser
sammeln kann. Deshalb geben diese Bodentypen sehr
schlecht Wasser an den Brunnen ab. Man kann dies
daran erkennen, dass ein neu erstellter Brunnen
im Betrieb sofort trocken läuft.
Mittelsandige
bis grobkiesige Böden (0,6mm-63mm) haben ein
sehr großes Porenvolumen, dass Wasser kann aus
allen Richtungen sehr schnell nachfließen.
Solche Böden sind für die Wasserförderung gut
geeignet.
Der Bohrbrunnen
sollte in einen Bodenbereich gerammt werden,
indem eine gute Wasserförderung möglich ist (ab
Mittelsandig aufwärts; >0,5mm).
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