| Überwachung
der Brunnenergiebigkeit Der Rammbrunnen kann auf
einfachste Art im Laufe seiner Betriebszeit
überwacht werden. Es wird ein Vakkummeter in die
Saugleitung eingesetzt. Dieses Meßinstrument ist
ähnlich wie ein Manometer aufgebaut, nur das es
nicht den Überdruck sondern den Unterdruck
misst.
Die Wassersäule
in der Saugleitung "zieht" bei
Pumpenstillstand nach unten, und erzeugt dabei an
dem Vakuummeter einen Unterdruck der dem
Grundwasserabstand entspricht. Durch
Filterverstopfungen entstehen bei Pumpenbetrieb
zusätzliche Energieverluste die sich als
Druckverluste bemerkbar machen, die das
Vakuummeter anzeigt.
Wie im unteren
Beispiel herscht bei Pumpenstillstand ein Wert
von 5 Meter - der Grundwasserabstand beträgt
also 5 Meter unter der Erdoberfläche. Bei
Pumpenbetrieb zeigt das Gerät 7 Meter an. Durch
Reibungsverluste und Verstopfungen des Filters
sind zusätzlich 2 Meter an Saughöhe verloren
gegangen.
Wenn sich der
Wert bei Pumpenbetrieb der 8 Meter Marke nähert,
kann der Förderstrom zusammenbrechen, da die
Saugpumpen nicht mehr wie 8 Meter saugen können.
Wie man sieht spielt bei der Auslegung der Pumpe
nicht nur der reine Grundwasserabstand eine
Rolle, sondern auch die Druckverluste und die
Filterverstopfung.
Das Grundwasser
könnte sich 2 Meter unter der Erdoberfläche
befinden, aber durch Verstopfung entstehen
zusätzlich 7 Meter an Saughöhenverlust.
Insgesamt müsste die Pumpe dann eine Saughöhe
von 9 Meter (2 Meter Grundwassertiefe + 7 Meter
Saughöhenverlust durch Verstopfung) überwinden.
Hier kann keine Saugpumpe mehr eingesetzt werden.
Bei
einem neuem Brunnen sollte man die beiden Werte
(Betrieb und Stillstand) notieren. Die Differenz
zwischen den beiden Werten sollte jährlich
notiert werden., um einer schleichenden
Verschlechterung der Brunnenergiebigkeit auf die
Schliche zu kommen.
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