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Stahlkessel für
Wasserversorgungsanlagen sind sehr robust und langlebig.
Bei guter Wartung werden diese meist mehrere Jahrzehnte
alt. Durch ihr z.T. enormes Volumen sind sie für
größere Wasserversorgungsanlagen (Landwirtschaft,
Gärtnereien) bestens geeignet. Aber auch für kleine
Wasserversorgungsanlagen eignen sich die 150 oder 300
Liter Ausführungen.
Der Stahldruckkessel
kann als Gegen (A)- oder Durchlaufbehälter (B)
installiert werden.
Es
empfiehlt sich, im Hinblick einer besseren
Wassererneuerung im Kessel, die Durchlaufinstallation zu
wählen. Bei Wasserversorgungs- anlagen zur
Trinkwasserförderung ist diese Durchlaufvariante
vorgeschrieben.
Der Stahldruckkessel
sollte auf einen ebenen und tragfähigen Untergrund
aufgestellt werden. Auch eventuell auftretendes
Schwitzwasser sollte berücksichtigt werden. Wie bereits
erwähnt sollten vor der Installation Türen und
Öffnungen auf die Kesselmaße hin überprüft werden. An
der Oberseite der Kessel ist ein 1" Innengewinde
eingebracht, indem man einen Transporthaken einschrauben
kann. An ihm kann der Kessel mittels einer
Hebevorrichtung in Schächten abgelassen werden. Für
einen Transport eines 300 Liter Kessel reichen 2
kräftige Männer aus. Ein 500 Liter Druckkessel ist so
gerade mit 3 Mann in einen Keller zu bekommen. Größere
Kessel werden meist mit einem Kran aufgestellt.
Bei der Aufstellung
sollten die Öffnungen für die Schauglasarmatur nach
vorne schauen. Die unten angebrachte Winterentleerung
sollte vor der Aufstellung eingeschraubt werden. Eine
nachträgliche Montage ist sehr mühselig. Alle Teile die
an dem Kessel montiert werden sind mit Hanf und einem
geeigneten Dichtungsmittel (Trinkwasserzugelassen, z.B.
Fermit) einzuschrauben.
Da der Druckkessel nach
DIN 4810 gebaut wird, sind alle Öffnungen genormt.
Möchte man eventuell einen kleineren Absperrhahn
montieren, sind eventuelle Reduzierstücke zu
berücksichtigen.
In diesem
Bild wird eine typische Installation eines 1000 Liter
Stahldruckbehälters für ein Betonwerk kurz vor der
Inbetriebnahme gezeigt.
Es gibt
auch noch größere:
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Größe des Druckbehälters
Die Größe eines Druckbehälters richtet
sich nach Differenz zwischen Ein- und Ausschaltdruck, der
Pumpeneinschalthäufigkeit in der Stunde und dem
Volumenstrom. Diese Faktoren gehen in eine Berechnung
ein.
Je größer ein Druckbehälter ist, desto
weniger muss die Pumpe schalten.
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Excel Berechnungsprogramm
Druckkesselgröße
134kB
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Installation
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| 1 |
Brunnenpumpe
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| 2 |
Rückschlagventil
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| 3 |
Absperrschieber
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| 4 |
Kesselentleerung
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| 5 |
Wasserstandsanzeiger
mit Manometer Bild |
| 6 |
Druckschalter
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| 7 |
Sicherheitsventil
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| 8 |
Belüftungsventil
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| 9 |
Entlüftungsventil
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Installation
des Schauglases (5)
Das Schauglas dient zur
Wasser/Luft Kontrolle im Kessel. Es wird mit zwei
Schauglasarmaturen am Kessel befestigt. Die heutigen
Gläser sind aus Kunststoff gefertigt und können nicht
so leicht zerbrechen wie die früheren Röhren aus Glas.
Für die jeweilige Kesselgröße gibt es unterschiedliche
Schauglaslängen, während die Armaturen für jede
Kesselgröße verwendet werden können..
An der oberen
Schauglasarmatur kann außerdem ein Manometer installiert
werden. Nach dem Einschrauben der beiden Armaturen mit
einer Armaturenzange (oder mit einem weichen
Baumwolllappen und Wasserpumpenzange, das Messing
zerkratzt sonst) werden die Schauglasverschraubungen
gelöst und über das Schauglas geschoben, anschließend
die beiden Dichtungsgummis (Prilwasser). Das Schauglas
wird unter leichtem Biegen in die beiden Öffnungen der
Armaturen gesteckt. Nachdem das Schauglas eingebracht
wurde, bewegt man dieses auf und ab. Das Glas sollte nun
mittig zwischen den Armaturen sitzen (oben und unten
gleich viel Spiel). Erst dann werden die Verschraubungen
vorsichtig (nach fest kommt lose) angeschraubt.
Die beiden Handräder
werden geöffnet und eine halbe Umdrehung zurückgedreht
(alter Klempnertrick).
Montage des
Druckschalters (6)
Es gibt Druckschalter
für verschiedenste Druckstufen und Stromanschlüsse.
Nähere Infos : siehe Druckschalter
Der Druckschalter wird
an der oberen 1/2" Gewindebohrung angeschlossen.
Mann schraubt einen kleinen 1/2" Gewindenippel in
die Öffnung und bringt einen 1/2 Bogen mit Innen- und
Außengewinde (kein Winkel) an. Auf diesem Winkel wird
dann der Druckschalter aufgeschraubt. Es ist auch noch
ein passendes Reduzierstück an dem freien Außengewinde
anzubringen, da der Anschluß des Druckschalters meist
kleiner als der des Bogens ist.
Vielfach wird, durch
Anbringen eines weiteren T- Stücks mit Bogen an den
Gewindenippel, ein größeres Manometer an dem selben
Anschluss angebracht (sieht gut aus).
Der Druckschalter dient
zum Schalten der Pumpe. Der Stromanschluss wird durch den
Druckschalter zur Pumpe durchgeschleift. Vor dem
Druckschalter wird ein passender Motorschutzschalter
angebracht.
Montage der Be-
und Entlüftungseinrichtung (8,9)
In einem
Stahldruckkessel ist die Luft / Wasserschicht nicht wie
bei den Membrandruckbehältern durch eine Membrane
getrennt. Durch Lösen von Luft im Wasser wird das
Luftpolster im Laufe der Zeit aufgezehrt. Dann muss mit
einem Kompressor das Luftpolster nachgefüllt werden,
oder im Vornherein eine automatische Be- und
Entlüftungseinrichtung installiert werden. Häufig
rechnet sich der Mehrpreis, da entweder ein Installateur
gerufen oder ein Kompressor angeschafft werden muss.
Inbetriebnahme
Ist der Brunnen neu ,
sollte man den Brunnen erst einige Stunden klarpumpen
bevor er an den Druckkessel angeschlossen wird. Sind
keine Sandbestandteile mehr im Wasser vorhanden, kann die
Pumpe an das Verteilungssystem angeschlossen werden.
Die Pumpe wird
angeschaltet und der Kessel ohne Vorpressung gefüllt. Da
der Druckschalter noch eingestellt werden muss, sollte
man die Pumpe manuell über den Motorschutzschalter
abschalten wenn der gewünschte Abschaltdruck erreicht
ist (max. Druckstufe des Kessels beachten). Man
überprüft den Kessel auf eventuelle Undichtigkeiten und
zieht ggf. undichte Anbauten mit einer Zange nach.
Hat die Pumpe nicht bei
dem gewünschten Abschaltdruck abgeschaltet, so ist der
Abschaltdruck am Druckschalter zu hoch eingestellt. Die
Stromversorgung zum Druckschalter wird stromlos
geschaltet und der Druckschalter geöffnet. Man
korrigiert nun den Abschaltdruck (+ p -) nach Minus. Man
sollte immer in halben Drehungen korrigieren.
Anschließend wird der Deckel geschlossen, der Strom
eingeschaltet und ein Zapfventil geöffnet. Nach dem eine
gewisse Menge Wasser aus dem Kessel geflossen ist, wird
die Pumpe wieder einschalten. Man beobachtet erneut den
Abschaltpunkt und korrigiert gegebenenfalls.
Schaltet die Pumpe ab, bevor
der gewünschte Abschaltdruck erreicht ist, so ist der
Abschaltwert im Druckschalter zu gering eingestellt. Man
verfährt wie im oberen Beispiel, nur das man den
Abschaltdruck (+ p -) nach Plus korrigiert.
Nachdem
der Abschaltdruck eingestellt ist, muss der
Einschaltdruck einstellt werden. Dieser sollte max. 1,5
bar kleiner sein wie der Abschaltdruck. Man erkennt die
Druckdifferenz (Wert zwischen Ein- und Abschaltdruck)
indem man die Anlage in Betrieb nimmt und die
Druckdifferenz zwischen Ein- und Abschaltdruck ermittelt.
Man schaltet die Anlage
wieder stromlos und öffnet den Druckschalterdeckel. Je
nach Hersteller gibt es unterschiedliche Verfahrensweisen
zur Druckdifferenzeinstellung (Handrad, Schraube, etc.).
Meistens ist aber die Bezeichnung (+ delta p -) an der
Druckdifferenzverstellung angebracht. Ist der Wert
zwischen Ein- und Ausschalten der Pumpe kleiner wie 1,5
bar, so ist die Druckdifferenzeinstellung nach Plus zu
korrigieren. Ist die Druckspanne zwischen Ein- und
Ausschalten der Pumpe größer wie 1,5 bar, so ist die
Einstellung nach Minus zu korrigieren.
Ist der Druckschalter
korrekt eingestellt, so kann die Vorpressung des
Behälters beginnen. Die Vorpressung dient dazu den max.
Speicherinhalt eines Druckkessels zu erhöhen (Pumpe
schaltet weniger Schaltspiele). Würde die Anlage ohne
Vorpressung betrieben werden, so stünde nur 25% des
Behältervolumens als Speicherinhalt zur Verfügung.
Durch die Vorpressung kann das Speichervolumen auf rund
50% gesteigert werden. Eine noch höhere Ausnutzung ist
nur durch eine höhere Druckdifferenzeinstellung
erreichbar, was aber eine unwirtschaftliche Lösung
darstellt.
Im Moment des
Pumpeneinschaltpunktes wird die Anlage stromlos
geschaltet. Wenn das Luftpolster korrekt eingestellt
wäre, müsste der Wasserspiegel gerade am unteren Ende
des Schauglas sichtbar sein. Ist dies nicht der Fall,
so wird mittels eines Kompressors der Wasserspiegel
soweit heruntergedrückt, bis der Wasserspiegel sich am
unteren Ende des Schauglases befindet.
Achtung:
Während der Nachfüllung ist der Kompressor unter
ständiger Aufsicht zu halten. Der Druck darf nicht über
dem max. zulässigen Behälterdruck steigen.
Nach der Vorpressung
kann die Anlage ihren Dienst aufnehmen.
Durch eine automatische
Luftnachspeisung ist immer die korrekte Luftmenge im
Kessel vorhanden. In der Brunnenrohrleitung wird an der
höchsten vertikalen Stelle der Leitung ein
Belüftungsventil eingebaut (Rückschlagventil der Pumpe
muss entfernt werden) .
Schaltet die Pumpe ab,
so fällt die Wassersäule in der Leitung bis zum
Grundwasserstand. Es öffnet sich ein seitliches Ventil
an dem Belüftungsventil und Luft strömt in die Leitung.
Bei einem erneuten Start der Pumpe schließt das
seitliche Ventil und die eingeschlossene Luft in der
Leitung wird durch den Pumpendruck in den Kessel
gepresst.
Ist zuviel Luft im
Kessel vorhanden, öffnet sich das automatische
Entlüftungsventil am Kessel und die überschüssige Luft
strömt aus dem Kessel. So ist immer ein optimaler
Vorpressdruck gegeben.
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