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Pumpeneinsatz:

Für den Betrieb von Rammbrunnen kommen häufig zwei Pumpentypen zum Einsatz. Selbstansaugende und Normalsaugende Kreiselpumpen.

Selbstansaugende Pumpen

Selbstansaugende Pumpen können das Wasser selbsttätig ansaugen. Dieser Typ von Pumpe nennt sich Jetpumpe. Diese haben einen Injektor vor dem Schaufelrad eingebaut. Das Wasser wird durch eine immer dünne werdende Düse geleitet. Dadurch entsteht ein Unterdruck in der Pumpe die das Wasser ansaugen kann.

Vorteile Nachteile
- können Wasser selbsttätig ansaugen

- meist günstiger wie normalsaugende Pumpen

- sind lauter wie normalsaugende Pumpen

- haben einen schlechteren Wirkungsgrad

- geringere Volumenströme und Drücke

Grundfos JP 5/6

 Normalsaugende Pumpen

Normalsaugende Pumpen können ebenfalls das Wasser aus einer Tiefe von max. 8 Meter "saugen". Dies geschieht aber nicht selbsttätig. Die Saugleitung und die Pumpe müssen komplett mit Wasser gefüllt sein (und bleiben). Wenn die normalsaugende Pumpe dann eingeschaltet wird, fördert sie das Wasser genau wie eine selbstansaugende Pumpe.

Vorteile Nachteile
- sind leiser wie selbstansaugende Pumpen

- können größere Volumenströme pumpen

- können höhere Drücke erzeugen

- können das Wasser nicht selbsttätig ansaugen

- können kein gashaltiges Wasser fördern

Grundfos CHN

 Aufstellungsort

Die Pumpe sollte so nah und so tief wie möglich an dem Rammbrunnen installiert werden, um die Saughöhe so gering wie möglich zu halten. Ebenfalls sollten keine unnötigen Armaturen (z.B. Filter) und Krümmer in die Saugleitung eingebaut werden, da sie die Saughöhe z.T. erheblich verringern.

Pumpen sollten nicht in Schächten installiert werden, da sich in rund 50-80 cm Tiefe eine Kondensationszone für Luftfeuchtigkeit befindet. Hier wird die Pumpe durch kondensierende Luftfeuchtigkeit beschädigt.

Der Druckleitungsabgang sollte sich bei der Montage immer oben an der Pumpe befinden, damit Lufteinschlüsse die Druckleitung ungehindert entweichen können. Die Saugleitung sollte zur Pumpe hin ansteigen, damit sich ebenfalls keine Luftpolster in der Saugleitung sammeln können.

Eine solche Installationsweise ist zu bevorzugen, da sich so keine Luftsäcke in den Leitungen bilden können. So sollte man eine Pumpe nicht installieren, da sich an den Hochpunkten der Leitungen (H) Lufteinschlüsse sammeln können, und die Wasserförderung zum Erliegen kommt.

 

Pumpengröße

Eine Pumpe hat zwei wichtige Kenngrößen:

Volumenstrom und Druck

Diese Größen werden meist in einen Diagramm dargestellt.

Kreiselpumpen passen sich immer den momentanen Bedingungen an. Am oberen Diagramm erkennt man, dass wenn die Pumpe das Wasser rund 45 Meter hoch pumpen muss, diese rund 1 Kubikmeter pro Stunde liefert. Wenn die Pumpe das Wasser nur 20 Meter hoch fördern muss, liefert sie schon 5 Kubikmeter in der Stunde. Förderhöhe und Druck lassen sich problemlos ineinander umrechnen.

10 Meter Förderhöhe = 1 bar

Vielfach geben Hersteller den maximalen Volumenstrom einer Pumpe an. Diesen gibt die Pumpe aber nur ab, wenn nichts an der Pumpe angeschlossen ist (Messung am Druckstutzen). Dies ist ein unrealistischer Wert, da immer ein Gartenschlauch an der Pumpe angeschlossen wird oder die Pumpe das Wasser eine gewisse Höhe heben muss.-.