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Wo finde ich Wasser ? Rammbrunnen
können dort erstellt werden, wo sich der
Grundwasserstand nicht mehr wie 7 Meter unter
dem Pumpenstandort befindet. Da
Saugpumpen nicht mehr wie 8 Meter saugen
können (phys. Ursache), und der
Wasserstand bei Pumpbetrieb weiter
abfällt, sollte der Grundwasserstand
nicht tiefer wie 7 Meter sein. Falls der
Grundwasserstand doch tiefer sein sollte, besteht die
Möglichkeit einen Schacht zu bauen, bei dem die
Pumpe rund einen oder zwei Meter tiefer
zum Grundwasser installiert werden kann.
Wichtig: Nicht der
Abstand Grundwasser/Erdoberfläche gilt,
sondern Grundwasser/
Pumpeneintrittstutzen.
Wenn
sich das Grundwasser einen Meter unter
der Erdoberfläche befindet, aber die
Pumpe 9 Meter über der Erdoberfläche
installiert wird, so muss diese das
Wasser 10 Meter saugen. Und dies schafft
eine Saugpumpe nicht.

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Diese Angaben
beziehen sich auf Lockergesteinsböden (Kies und
Sand). Bei Festgesteinen (Fels; Schiefer) ist von
einem Rammbrunnen abzuraten, da eine
Festgesteinsbohrung durchgeführt werden muss.
Da Rammbrunnen
nur mit "selbstansaugenden Pumpen"
betrieben werden können, und diese nur max. 8
Meter saugen können, darf sich das Grundwasser
nur max. 7 Meter unter der Erdoberfläche
befinden.
Um den
Grundwasserstand festzustellen gibt es mehrere
Möglichkeiten:
- Unter
Umständen existiert ein bestehender
Brunnen in der Nähe. Fragen Sie doch mal
in der "netten" Nachbarschaft
herum.
- Eine andere
Möglichkeit wäre den örtlichen
Wasserversorger anzurufen. Vielfach haben
diese ein großes Grundwasserpegelnetz,
und vielleicht ist ein Pegel in der
Nähe.
- Einfach
losbohren. Man kann sich einen Erdbohrer
bei einem Werkzeugvermieter leihen und
eine Probebohrung vollziehen. Da man für
einen Rammbrunnen sowieso eine Bohrung
machen muss, hat man auch nicht vergebens
gebohrt.
Vielfach kam die
Anfrage in welchem Bereich des Gartens man bohren
sollte um an Wasser zu kommen, und ob man einen
Wünschelrutengänger beauftragen sollte, eine
"Wasserader" zu finden. Es gibt
verschiedene Grundwasserausbildungen:
Flachland:
Grundwasser, in
flachen Gebieten, bilden unter der Erde eine Art
See aus, d.h. das Grundwasser hat meist immer den
gleichen Abstand zur Erdoberfläche (eine gerade
Erdoberfläche vorausgesetzt). Wenn das Wasser
an einer bestimmten Stelle einen Abstand zur
Erdoberfläche hat, so wird sich dieser Abstand
über eine große Fläche nicht wesentlich
verändern. Sicherlich kann es unter der Erde
Verwerfungen geben, die einen gleichmäßigen
Abstand zur Erdoberfläche verhindern, dies ist
aber meist die Ausnahme.
Täler und
Gebirge:
In Tälern sieht
die Grundwassersituation anders aus. Hier sollte
man so weit wie möglich im Tal einen Brunnen
rammen, da das Wasser unterirdisch dem Tal
zufließt und an der tiefsten Stelle als Bach
austritt. Vielfach kann es vorkommen, dass der
Bach nicht zu Tage tritt und ebenfalls
unterirdisch abläuft. Meist trifft man bei
Tälern aber auf Festgestein, so dass man einen
Rammbrunnen nicht abteufen kann.
Wasserergiebigkeit
der Böden:
Die
Bodenschichten in den ein Rammfilter reicht (ca.
10 Meter ) ist rund 1 Million Jahre alt, und wird
der Zeit des Quartär zugeordnet. Die
Bodenschichten des Quartär sind Kiese, Sande,
Lehm, Ton, Seeschlick, Torf und Moor.
Die
Bodenschichten sind ähnlich wie in einer Torte
aufgebaut. Zwischen Sand- und Kiesschichten gibt
es immer wieder Zwischenschichten von
Wasserstauendem Ton, Lehm oder Schluff. Auf
diesen Schichten bildet das Grundwasser einen
"unterirdischen See" aus. So kann es
verschiedene Grundwasserstockwerke geben, in
denen sich Grundwasser sammelt. Im Laufe der Zeit
sickert das Wasser langsam durch die Ton- und
Lehmschichten in das jeweils darunterliegende
Grundwasserstockwerk.
Ton-,
Lehm oder Schluffböden sind sehr feinkörnig
(0,002mm-0,06mm) und haben dadurch sehr kleine
Porenhohlräume in denen sich kaum Grundwasser
sammeln kann. Deshalb geben diese Bodentypen sehr
schlecht Wasser an den Brunnen ab. Man kann dies
daran erkennen, dass bei neu erstellten
Rammspitzen der Brunnen im Betrieb sofort trocken
läuft oder bei einer Schwengelpumpe kein Wasser
zu fördern ist (der Schwengel schlägt unter
"Schnalzen" zurück).
Mittelsandige
bis grobkiesige Böden (0,6mm-63mm) haben ein
sehr großes Porenvolumen, dass Wasser kann aus
allen Richtungen sehr schnell nachfließen.
Solche Böden sind für die Wasserförderung gut
geeignet.
Die Rammspitze
sollte in einen Bodenbereich gerammt werden,
indem eine gute Wasserförderung möglich ist (ab
Mittelsandig aufwärts; >0,5mm). Da durch das
Rammen kein Bohrgut zutage gefördert wird (im
Gegensatz zu einem Bohrbrunnen), kann man auch
keine Beurteilung des Bodens im Hinblick auf die
Beschaffenheit machen.
Die Spitze
sollte auf jedenfall 2-3 Meter in das Grundwasser
gerammt werden, um ein Eindringen von Bodenluft,
während der Förderung, in die Spitze zu
verhindern. Nun kann nur durch einen Pumpversuch
überprüft werden, ob bei der Förderung
genügend Wasser nachströmt. Läuft der Brunnen
über einen gewissen Zeitraum nicht trocken, oder
die Schwengelpumpe lässt sich ohne großen
Kraftaufwand betätigen, so kann man davon
ausgehen, dass sich die Spitze in einer gut
wasserführenden Schicht befindet.
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