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Sauerstoff

Ein hoher Gehalt an freiem, gelöstem Sauerstoff, d.h. geringes Sauerstoffdefizit, zeigt eine gute hygienische Wasserbeschaffenheit an, denn es beweist, dass oxidierbare Stoffe wie Eisen, Mangan, Stickstoffverbindungen, aus natürlichen und künstlichen Dungstoffen, Bakterien, organische Verunreinigungen u.a. bereits oxidiert sind. Eine allenfalls erforderliche Aufbereitung ist dann meist mit einfachen Mitteln möglich.

Für die Bildung einer Kalkrostschutzschicht ist ein Sauerstoffgehalt von über 6 mg/l erforderlich. Dies gilt jedoch nur für Kaltwasser. Bei Heißwasser ist ein Sauerstoffgehalt sehr schädlich, so dass bei Kesselspeisewässern der Sauerstoff entfernt werden muß.

Quellwässer und oberflächennahe Grundwässer, wenn sie eisen- und manganfrei sind, haben meist einen wesentlich größeren Gehalt an Sauerstoff bis zu 10 mg/l. Bei eisen- und manganhaltigem Grundwasser sowie bei reduzierten Wässern liegt der Sauerstoffgehalt meist unter 2 mg/l. Sauerstoffarme Wässer haben mindestens Spuren von Eisen und Mangan oder können nach längerem Betrieb eisen- und manganhaltig werden. Bei sauerstoffarmen Wässern kann trotz Fehlens von Eisen durch Eisenlösung aus dem Rohrmaterial Wiedervereisenung eintreten. In fließenden Gewässern soll der Sauerstoffgehalt wegen der Fische mind. 2,5 mg/l betragen. Bei der Feststellung des Sauerstoffgehalts ist die gleichzeitige Temperaturmessung wichtig, da hiervon der Sättigungswert abhängt.

  Luftsauerstoff mg/l
bar

1

2

4

6

°C        
0 14,64 29,28 58,56 87,84
10 11,24 22,50 45,00 67,50
20 9,08 18,16 36,32 54,48
 
  reiner Sauerstoff mg/l
bar

1

2

4

6

°C        
0 69,82 139,64 279,28 418,92
10 53,66 107,32 214,64 321,96
20 43,31 86,62 173,24 259,86

Messung des gelösten Sauerstoffs in Wasser

Bei der Messung des gel. Sauerstoffes werden meist zwei Verfahren angewandt:

       
- Membranpolarometrisches Verfahren   (PDF Datei, 60 kB)
       
- Titrimetrische Bestimmung nach Winkler   (PDF Datei, 21 kB)